Sonntag, 17. Dezember 2017

[Rezension] And I Darken


Autor: Kiersten White
Verlag: Delacorte Press
Seiten: ca. 480
Erscheinungsdatum: 28.06.2016
ISBN: 978-1-524-70033-1
Gebunden mit Schutzumschlag
(Taschenbuch)


Trilogie:
  • And I Darken
  • Now I Rise
  • geplant: Bright We Burn


Inhalt:

Als Lada zur Welt kommt, ist sie für ihren Vater Vlad Dracul, Herrscher über die Walachei, eine Enttäuschung, weil sie ein Mädchen ist. Doch Lada ist anders als die üblichen Prinzessinnen - brutal, grausam und skrupellos, wenn es um die Durchsetzung ihrer Ziele geht.
Doch dann werden sie und ihr Bruder Radu, der so anders ist als sie, an den Osmanischen Hof verstoßen. Und Lada schwört sich, diesen zu hassen - während in ihrem Herzen die Liebe zu ihrer Heimat lodert.

Montag, 11. Dezember 2017

Rückblick über den September 2017

Hallo ihr Lieben,

kommen wir nun zu meinem Rückblick über den September. ^^

Privat war eher wenig los, abgesehen von dem organisatorischen Kram. Vor allem habe ich nach einer WG gesucht. Anstrengende Sache sowas. Sehr anstrengend. Dann, als ich endlich etwas gefunden hatte, Umzug vorbereiten und schließlich wirklich umziehen, auf in einen neuen Lebensabschnitt.
Und in der Zeit davor sehr viele letzte Male. Letzte Tanzstunde, letztes Mal Freund*innen treffen, letztes Mal dies, das ... Und doch habe ich mich vor allem darauf gefreut, in diesen neuen Abschnitt zu starten, neue Erfahrungen zu machen und selbstständig zu werden.

Gelesen habe ich in der Zeit trotzdem ganze neun Bücher, darunter fünf Re-Reads und ein englisches Buch. Und sehr viele tolle Bücher.


Nachdem ich den ersten Band eher mittelmäßig fand, hatte ich die Hoffnung, dass der zweite Band das Potenzial weiter ausschöpfen würde und habe Ein Thron aus Knochen und Schatten von Laura Labas (die Rezension findet ihr hier) gelesen. Diesmal war mir die Protagonistin weitaus sympathischer, allerdings liegt der Fokus doch stark auf der Liebesgeschichte und die Handlung nimmt erst gegen Ende wirklich Fahrt auf. Dennoch fasziniert mich diese potenzialreiche Idee einfach, sodass ich wohl auch den Abschluss lesen werde, wenn er erscheint.
Daneben habe ich noch einen weiteren zweiten Teil gelesen: Nachdem mich der erste Band der Naris-Trilogie von Lucy Hounsom absolut begeistern konnte, musste ich auch den zweiten lesen (die Rezension findet ihr hier). Auch diesmal war ich wieder total mitgerissen von dem durchdachten, genialen und tiefgründigen World Building und den sympathischen Charakteren. Gleichzeitig hat Macht hier auch wirklich einen Preis, die Darstellung fand ich sehr faszinierend.
Außerdem habe ich noch The Hate You Give von Angie Thomas (meine Eindrücke findet ihr hier) gelesen, das ja momentan in aller Munde ist.  Aber das Buch hat diesen Hype wirklich verdient, weil es der Ungerechtigkeit infolge von Rassismus eine Stimme gibt und letztendlich etwas darstellt, was so leider immer wieder wirklich passiert.


Dann habe ich die Violet Eden Chapters-Reihe von Jessica Shirvington re-readet, eine meiner absoluten Lieblingsreihe, an der ich vor allem den Sarkasmus, der mich auch noch beim x-ten Mal zum Lachen bringt (normalerweise werden Witze irgendwann nur noch mit einem Lächeln quittiert), der fesselnden Handlung (ich war süchtig und total mitgerissen, obwohl ich doch eigentlich wusste, was passiert) und der herzenszerreißenden Epik, die mich immer wieder absolut mitnimmt, schätze. Und die individuelle, starke Protagonistin, die Charaktere, die ich oft längst ins Herz geschlossen habe, meinen Lieblings-Nebencharakter und den Hintergrund ... ach, eigentlich alles. :D
Hier kommt ihr zu meiner spoilerfreien Reihenvorstellung der ersten vier Bände, hier zu meiner Rezension des fünften Teils und hier zu einer nach diesem Lesen nochmal verfassten, total subjektiven Meinung, bei der ich meine Gefühle nochmal loswerden wollte. Der erste Teil mag vielleicht ein wenig stereotypisch anfangen, aber lasst euch davon nicht abschrecken, es ist eine tolle Reihe. ^^


Und dann habe ich auch noch dieses kleine Büchlein hier gelesen - Was kann einer schon tun? von Peer Martin (hier findet ihr meine Vorstellung). Das Buch ist kein Roman, sondern enthält vielmehr vier fiktive Gespräche des Erzählers mit verschiedenen Personen, die wiederum unterschiedliche Perspektiven haben. Diese in dem für den Autoren bekannten poetisch anmutenden Schreibstil verfassten Gespräche drehen sich um verschiedene gesellschaftliche Themen wie Terrorismus, Geflüchtete, Klimawandel, Kriege, Toleranz und viele mehr. Dabei geht es vor allem darum, was man als einzelne Person tun kann. Das Buch liefert zahlreiche Denkanstöße, regt dazu an, sich eine eigene Meinung zu bilden und vermittelt im Endeffekt die Botschaft, dass schon kleine, alltägliche Dinge etwas verändern können.


So, das war mein September. ^^

Kennt ihr eins meiner gelesenen Bücher?

Eure Dana ♥

Mittwoch, 6. Dezember 2017

[Rezension] Girl in Black

Wir sind es, die den Dingen Bedeutung verleihen. [...] Die Lieblingstasse, der abgewetzte Teddy, der gläserne Weihnachtsmann mit dem Sprung - unsere Gefühle verknüpfen sich automatisch mit Materiellem, vielleicht, weil sie dadurch zu etwas Greifbarem werden, zu einem Teil unserer Vergangenheit, der nicht mit den Jahren erlischt. (Seite 97)


Autor: Mara Lang
Verlag: Ueberreuter
Seiten: 400
Erscheinungsdatum: August 2016
ISBN: 978-3-7641-7063-9
Gebunden mit Schutzumschlag; 17,95€

Klappentext:

Die 19-jährige Lia hat ein dunkles Geheimnis: Sie ist ein Seelenauge und kann die Gefühle anderer Menschen lesen, sie sogar beeinflussen. Eine machtvolle Gabe, wegen der sie in die Fänge der italienischen Mafia gerät. Der einzige Ausweg scheint die Flucht. Tausende Kilometer von ihrer Heimat entfernt versucht sie, ein neues Leben zu beginnen, ohne die Familie, ohne ihre Gabe und ohne jegliche Emotionen. Für sie zählt nur eins: Endlich ihren Traum zu verwirklichen und Modedesignerin zu werden. Doch die Schatten ihrer Vergangenheit holen Lia ein und bringen nicht nur sie in Gefahr, sondern auch ihre neuen Freunde – insbesondere Nevio, der sie stärker berührt, als sie erwartet hätte …

Unterschätze niemals deine Gefühle – sie sind das Mächtigste, das du hast.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Rückblick über den August 2017

Huhu!

Nach langem Warten schaffe ich es nun auch endlich mal, meinen Rückblick für den August zu schreiben. Da war's wenigstens noch schön warm. ^^
Der August war so mein Monat in diesem Jahr, in dem irgendwie gar nichts los war. Keine Ahnung, was ich da gemacht habe, von gelegentlichen Filmeabenden mal abgesehen. Außer, dass ich die Zusage von meiner Wunschuni bekommen und mich dann im Folgenden immatrikuliert habe (und plötzlich ist man Studentin ...).

Ich würde ja jetzt gerne sagen, dass ich dafür mehr geschrieben habe, aber ... nein. Aber gelesen hab ich einiges - um genau zu sein: Neun Bücher - eine Trilogie, die ich re-readet habe, zwei Klassiker, zwei Reihenabschlüsse, eine SuB-Leiche und ein englisches Buch, das ich schon mal auf Deutsch gelesen hatte.
Ich muss jetzt diesmal die Cover nehmen, weil ein Teil der Bücher bei meinen Eltern ist und ich sie somit nicht fotografieren kann.



Hier also meine beiden Klassiker, die ich beide in diesem Post vorgestellt habe. Beide ließen sich aufgrund ihrer geringen Seitenzahl gut mal eben lesen. Beide waren ganz interessant und, wenn man sich darauf einließ, gar nicht mal so schlimm.
Die Verwandlung (Franz Kafka) fand ich vom Inhalt her trotzdem verstörend, den Schreibstil habe ich aber als ganz gut zu lesen empfunden. Der Sandmann (E.T.A. Hoffmann) macht der Bezeichnung als Schauermärchen mit der düsteren Geschichte, bei der man sich auch als Leser*in nie ganz sicher ist, was wirklich ist und was nicht, alle Ehre.



Hier nun zwei meiner Monats-Highlights:
Anna Dressed in Blood (Kendare Blake, Rezension hier) habe ich vor einiger Zeit schon mal auf Deutsch gelesen und nun auf Englisch re-readet. Dieses Mal habe ich mich erneut in diese Geschichte verliebt - in diese düstere, gruselige Atmosphäre, dem Sarkasmus des Protagonisten und dem Plot um die Geisterjagd.
Das andere ist der Abschluss der "Ravens Cycle"-Reihe: Wo das Dunkel schläft von Maggie Stiefvater (die Rezension findet ihr hier), in meinen Augen ein würdiger Abschluss einer tollen Reihe. Die liebenswerten und individuellen Charaktere sind mir längst mehr als ans Herz gewachsen, die eine Liebesgeschichte ist einfach total süß und dazu kommt dieser schöne Schreibstil, gepaart mit einer gewissen Selbstironie und viel Spannung.



Außerdem habe ich mit Ruinen die "Partials"-Trilogie von Dan Wells abgeschlossen (hier die Rezi), das kein episches Show-Down, aber dennoch ein gelungener Abschluss war und bei der alle handelnden Akteure nachvollziehbare Gründe für ihr Handeln haben.
Boy Nobody von Allen Zadoff (Rezension hier) habe ich endlich von meinem SuB befreit. Das Buch hat mich jetzt nicht direkt vom Hocker gerissen, aber es schon ganz spannend und die Story mit der Frage nach Moral hat definitiv Potenzial.





Außerdem habe ich die Arkadien-Trilogie von Kai Meyer re-readet, die früher mal zu meinen absoluten Lieblingsbüchern gehörten und somit wohl immer irgendwie Lieblingsbücher von mir bleiben werden. ^^ Hier kommt ihr zu meiner spoilerfreien Reihenvorstellung.
Ich mag die zynische, starke Protagonistin, die mit Stahlkappenschuhen und Kleptomanie so ziemlich das Gegenteil von einem Sonnenschein ist, immer noch ziemlich gerne, ebenso die Handlung, die auf Sizilien spielt und sich um die Cosa Nostra, aber auch um fantastische Elemente dreht.
Also auch irgendwie ein Monats-Highlight. ^^



Insgesamt bin ich also ziemlich zufrieden mit dem Leseteil des Monats - der Rest war eher unproduktiv. xD

Woran erinnert ihr euch, wenn ihr an euren August zurückblickt? Hat von euch auch jemand angefangen zu studieren? Und kennt ihr eins der Bücher?

Ich wünsche euch morgen einen gelungenen Start in die neue Woche!
Eure Dana ♥


Quellen der Cover: script5 ("Wo das Dunkel schläft"), ivi ("Ruinen"), Carlsen ("Arkadien")

Freitag, 24. November 2017

[Rezension] Tochter des dunklen Waldes


Autor: Katharina Seck
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 416
Erscheinungsdatum: 24.11.2017
ISBN: 978-3-404-20880-7
Taschenbuch; 12,00€


Klappentext:

Der Morgenwald ist verboten. Er ist Nacht. Er ist gefährlich.

Seit sie denken kann, hört die junge Lilah Warnungen vor dem finsteren Morgenwald. Niemand aus ihrem Dorf betritt ihn, auch wenn kaum jemand mehr weiß, was Wahrheit und was Legende ist. Doch dann wird am Waldrand die Leiche einer Frau gefunden. Sind die alten Geschichten also wahr? Gibt es Ungeheuer im Wald? Lilah wird es herausfinden. Denn zur selben Zeit verschwindet Dorean, der Mann, dem Lilahs Herz gehört. Er ist in den verfluchten Wald gegangen. Und Lilah trifft eine folgenschwere Entscheidung: Sie folgt ihm ...


Samstag, 18. November 2017

[Rezension] Mondprinzessin




Autor: Ava Reed
Verlag: Drachenmond
Seiten: 256
Erscheinungsdatum: Oktober 2016
ISBN: 978-3-95991-316-4
Taschenbuch; 12,00€


Dilogie:
  • Mondprinzessin
  • Mondlichtkrieger  [geplant]


Inhalt:

Lynn zählt die Tage bis zu ihrem 18. Geburtstag, bis zu dem Tag, an dem sie endlich das Heim verlassen kann und frei ist. Doch nicht nur, dass an ihrem siebzehnten Geburtstag plötzlich ihr Arm aufleuchtet und sie angegriffen wird, nein, sie soll auch noch die verschollene Mondprinzessin sein, ausgerechnet sie, die meilenweit davon entfernt ist, überhaupt eine Prinzessin zu sein ...

Dienstag, 31. Oktober 2017

So eine Lieblingsreihe, die man einfach immer wieder lesen kann


Es gibt so Bücher, die gehören zu den absoluten Lieblingsbüchern. Die kann man immer wieder lesen und verliebt sich jedes Mal aufs Neue in sie. So eine Reihe ist für mich die "Erwacht"-Reihe von Jessica Shirvington. Okay, der erste Band mag vielleicht etwas schwächer sind, aber ansonsten ist mir, als ich sie kürzlich re-readet habe, wieder aufgefallen, wie sehr ich die Reihe liebe.
Und obwohl ich hier schon mal eine spoilerfreie Reihenvorstellung der ersten vier Bände und hier eine Rezension zum abschließenden fünften Band gemacht habe, die einigermaßen seriös waren, will ich einfach noch mal ganz subjektiv, aber trotzdem spoilerfrei meine Begeisterung mit euch teilen. Dafür ist so ein Blog schließlich da. Detaillierte Infos und eine tiefgreifendere Vorstellung findet ihr dann in den verlinkten Posts. Aber ich warne euch: Das drückt jetzt einfach meine Meinung aus, in all ihrer Subjektivität!

Objektiv betrachtet ist das natürlich irgendwie eine Story wie jede andere. Violet erfährt an ihrem siebzehnten Geburtstag, dass sie engelhafte Fähigkeiten an, mit denen sie gefallene Engel bekämpfen kann, und stellt dazu fest, dass sie überdurchschnittlich stark ist.
Und dann ist da auch noch eine Dreiecksgeschichte. Tatsächlich aber eben die einzige, die ich fast mag, zum Einen weil ich das total nachempfinden kann, zum Anderen, weil Violet sich entscheidet und dann Abgrenzungen zieht. Und weil es tatsächlich auch mal was zur Handlung beiträgt. Wobei die Liebesgeschichte an sich schon einen gewissen Sinn für Romantik erfordert.

Die Reihe fesselte mich an die Seiten, auf die Weise, dass man nur fünf Minuten lesen wollte und dann sind plötzlich zwei Stunden um, oder dass man noch was erledigen wollte, kurz reinliest und plötzlich zweihundert Seiten weiter ist. Die Geschichte löste mich aus der Realität, ließ die Zeit vergessen und sog mich in ihrem Sog.
Und trotz dass ich wusste, was geschah, war die Story einfach unheimlich fesselnd und spannend. Dazu kommt die Epik der Handlung. Klar, es gibt Dramen, aber oft sind die Geschehnisse auf eine Art dramatisch und episch, dass es mir immer wieder das Herz zerreißt, gerade da ich mittlerweile die Zusammenhänge kenne. Manche Szenen und Dialoge zerrissen mir wirklich das Herz, und ich war überrascht davon, wie stark diese Emotionen auch beim Re-Readen noch waren.

Und auch der Sarkasmus ist einfach genial. Noch beim teilweise fünften Lesen brachten mich die Witze zum Lachen, eine Kunst, die nicht gewöhnlich ist. Die diese Reihe aber auch ausmacht.
Der mythologische Hintergrund (aus der christlichen Mythologie!) ist dabei ziemlich fasziniert und geschickt eingewoben, umgesetzt auf ebendiese epische Weise.

Hinzu kommen die Charaktere, die einfach unglaublich liebenswert sind, mit all ihren Wandlungen und Entwicklungen, und die ich mittlerweile ins Herz geschlossen habe. Phoenix ist dabei ein absoluter Lieblingscharakter von mir, einfach wegen seiner Tiefe und Tragik. Ich vermisste sie alle schon, wenn ich das Buch nur beiseite legt und wäre am liebsten ewig dort geblieben.
Violet selbst in eine Protagonistin, die eine riesige Entwicklung durchläuft, auch wenn sie recht schnell zu einem starken Charakter wird.

Schließlich beendete ich die Reihe ein weiteres Mal - voller Wehmut, aber sicher, dass ich wieder dorthin zurückkehren werde.

Freitag, 27. Oktober 2017

[Gequatsche] Was eigentlich bei mir los ist

Hallo liebe Reisende des World Wide Web,

ich dachte mir, es wäre mal wieder Zeit für einen kolossal unstrukturierten Drauflosgelaber-Post. Zumal es die letzten zwei Wochen ziemlich still geworden ist, was daran liegt, dass sich mein Leben gerade dramatisch verändert.

Vor kurzem ist dieser äußerst gutaussehende, aber sehr geheimnisvolle Junge in mein Leben getreten, der mich magisch anzieht, obwohl er mir deutlich zu verstehen gibt, dass das einseitig ist. Er redet davon, dass er eine Gefahr für mich sei, aber von so einer billigen Abfuhr lasse ich mich nicht abschrecken. Außerdem sind da diese merkwürdigen Gestalten, die mich am gestrigen Abend angegriffen haben, und dabei habe ich mich auf eine so ... unverständliche Art zur Wehr gesetzt, fast als hätte ich Kräfte, von denen ich nie was geah- Schwachsinn. Jedenfalls hat dieser Junge mir das Leben gerettet und mir eröffnet, ich sei sowas wie die Schlüsselfigur in

Was ich meine: Ich bin vor gut einem Monat umgezogen und habe mein Studium angefangen. Neue Stadt = neues Umfeld = neue Menschen = gewaltige Veränderungen im Leben, und das muss sich erst mal einspielen. Was bedeutet, dass ich erst mal einen Alltagsrhythmus finden muss, mich einleben, mein Studium koordinieren, Menschen (igitt) kennenlernen und so weiter. Ihr wisst, wovon ich rede.
Was bedeutet, dass ich meine Hobbys momentan noch nicht so ganz wieder in den Alltag integriert kriege. Also, das heißt, ich schaue ganz fleißig "Supernatural", aber ich mein ja auch so aktiveres Zeug. :D Wie die ausstehende Rezension zu schreiben. Blogposts von euch durchzulesen. Kommentare zu beantworten. Ehrlich, ich hab das Gefühl, gestern wäre Montag gewesen. Wo ist denn bitte die Zeit hin??

Anyway, ich bemühe mich darum, wieder mehr Zeit fürs Bloggen (und auch Schreiben) zu finden. Aber ihr kennt mich, ich bin niemand, der sich zum Bloggen zwingt. Wenn mir da gerade nicht nach ist, ist mir nicht danach. Punkt. Damit würde ich niemandem einen Gefallen tun.
Aber ich hab euch trotzdem lieb, und ich liebe dieses Hobby und bin immer noch total geflasht von den ganzen Kommentaren unter meinem letzten Post. Danke! ♥

Natürlich mussten beim Umzug auch Bücher mit, ich habs dabei geschafft, mich auf siebzig Bücher zu begrenzen, auch wenn es absolut nicht förderlich ist, wenn man in der Woche vorm Umzug zusätzlich ein Rezensionsexemplar erhält, Buchgutscheine einlöst und ein Mängelexemplar kauft. xD
Aber hach, wenn man Platz im Regal hat, macht es so viel Spaß, die Bücher einzusortieren, zu präsentieren und das Regal zu dekorieren. *o*
Merkwürdig ist es trotzdem, nicht mehr alle Bücher an einem Ort zu haben. ^^

Ich werde also mal sehen, wie sich alles jetzt einpendelt und wann ich alles wieder koordiniert bekomme. Und wann die Zeit aufhört, mir zwischen den Fingern zu verrinnen. xD Aber hey, ein paar ausstehende Monatsrückblicke hab ich ja auch noch. Und wäre noch jemand interessiert an einem Jahresrückblick 2016? :'D

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende!
Eure Dana ♥

Montag, 16. Oktober 2017

Müssen Bücher wirklich makellos aussehen?

Als Kind habe ich Bücher einfach gelesen, ohne Rücksicht darauf, wie sie anschließend aussahen. Ich habe sie aufgeklappt mit dem Buchrücken nach oben gelegt, habe Bücher auseinander gebogen, bis sich die Leserillen über die verbogenen Buchrücken von Taschenbüchern zogen wie Falten in der Haut eines Neunzigjährigen oder gebundene Ausgaben schief waren. Ich habe mir keinerlei Gedanken darüber gemacht, wie ich das Buch lese, weil es um die Geschichte ging.
Dann tauchte ich ein in die Welt des Bloggens und die Huldigung der Bücher, und alles änderte sich.

Plötzlich bekam ich einen Herzinfarkt, wenn ich sah, wie jemand ein Buch auseinander bog oder gar umgedreht hinlegte. Gerade Taschenbücher öffnete ich nur so weit, dass ich gerade die Worte erkennen konnte, ungeachtet der schmerzhaften Verdrehung der Hand. Konnte ich mal nicht vermeiden, dass sich eine Leserille bei einer unbedachten Bewegung in ein Taschenbuch bahnte (schönes Beispiel: "Red Rising" von Pierce Brown - einmal nicht aufgepasst und zack, war's geschehen), stand ich kurz vor dem Heulkrampf und als ich mal mit einer Teetasse versehentlich angestoßen wurde und sich der Tee auf dem Buch auf meinem Schoß verteilte, ähnelte das einem Weltuntergang (dabei mochte ich das Buch gar nicht). Zwar lieh ich Bücher gerne aus, weil ich Geschichten gerne teilte, doch jedes Mal zitterte ich innerlich in der ängstlichen Erwartung, in welchem Zustand ich das Buch wohl zurück bekommen würde.
Bücher sind Schätze, präsentiert im Regal, behandelt wie das Wertvollste der Welt. Sie beherbergen doch schließlich auch Geschichten, können in der Gestaltung ein wahres Meisterwerk sein, das geschützt werden muss. Nichts ist schöner als eine Reihe ebenmäßiger Buchrücken von Büchern, die dem Aussehen nach ungelesen sind. Nicht wahr?

Na, kannst du dich da identifizieren? Kriegst du auch Schweißausbrüche bei Wörtern wie Eselsohren, gebrochenem Buchrücken und Leserillen? Sehen dich die Leute auch merkwürdig an, weil du Bücher in komischen Verrenkungen liest, weil sie wirklich aufzuschlagen das Grauen selbst wäre?
Zugegeben, manchmal komme ich mir doch ein wenig fanatisch vor. Wenn Leute mich schräg ansehen oder sich darüber lustig machen. Wenn sie Angst haben, ein Buch von mir auszuleihen, obwohl ich Geschichten doch so gerne teile. Und als sich wieder eine Leserille in ein dickes Taschenbuch bahnte und ich zu müde war, um mich darüber zu entsetzen, bin ich nachdenklich geworden.

Stellt euch ein altes Buch von einem Flohmarkt vor. So ein Buch mit Leserillen, vergilbten Seiten und Teeflecken, mit Namen auf der Innenseite und abgenutztem Einband. So ein Buch, das eine Geschichte erzählt. Die Geschichte davon, wie die Story zwischen den Seiten geliebt wurde, nicht nur einmal, sondern mehrfach, wie jemand durch die Seiten geflogen ist, an sie gefesselt war und mitgerissen die Story verfolgt hat. Die Geschichte davon, wie das Buch überall hin mitgenommen wurde, wie es vielleicht Städte wie Paris oder Madrid gesehen hat, wie es bei Liebeskummer getröstet, regnerische Herbstnachmittag versüßt und heiße Sommertage vertrieben hat. Keine neue Ware, kein Buch wie jedes andere in der Buchhandlung, sondern eins, mit dem individuelle Erinnerungen verbunden sind.
Bei meiner Ausgabe von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" sind Seiten gewellt, weil Tränen darauf gefallen sind. Meiner Edelsteintrilogie sieht man zum Beispiel an, dass sie vierzehn Mal gelesen wurde. Die Schutzumschläge sind verknickt, die Einbände abgenutzt und manchmal fleckig. Manchmal schäme ich dafür. Manchmal denke ich, man sieht der Reihe an, dass sie geliebt wurde. Und als ich letztens meine "Arkadien"-Trilogie re-readete, in die mein jüngeres Ich ohne schlechtes Gewissen Leserillen gelesen hatte, da bog ich das Buch auf, weil der Schaden ja eh schon passiert war, und war erstaunt darüber, wie angenehm es sich lesen ließ.

Jetzt kann man einwenden, dass sich ein Buch wohl kaum lange hält, wenn man es so nachlässig behandelt. Bei einem Buch, das häufig gelesen wird, würde doch bald der Einband abfallen, wie viel schöner wäre es, wenn Bücher auch in fünfzig, sechszig, siebzig Jahren noch lesbar sind, ohne das man fürchten muss, in jedem Moment lose Seiten in den Händen zu halten.
Und ja, mein Bücherherz bringt es auch nicht über sich, Bücher aufzubiegen. Es genießt es, über ebenmäßige Buchrücken zu streichen, die Schätze im Regal zu bewundern und sie mit Achtsamkeit zu lesen, wie ein kleiner Schatz, die sie auch sind - denn zwischen den unscheinbaren Seiten verstecken sich ganze Welten, ganze Leben voller Emotionen und Geschichte.
Aber vielleicht fange ich an, an mir zu arbeiten, und ein wenig gelassener zu werden. Nicht mehr an dem Rand der Verzweiflung zu stehen, wenn doch mal eine Leserille auftaucht - denn das passiert nun mal, wenn Bücher gelesen werden, und dafür sind sie schließlich da. Und wenn unten der Rand zerfleddert, weil ich das Buch den ganzen Tag in der Tasche transportiert habe, dann erzählt das nur die Geschichte davon, wie mich das Buch auf der Reise begleitet hat.
Denn ein Regal voller Bücher erzählt nicht nur die Geschichten zwischen den Seiten. Sondern auch die der Erinnerungen, die wir mit den Büchern verbinden. 

Eure Dana

Donnerstag, 12. Oktober 2017

[Rezension] Scherben der Dunkelheit

«Manchmal muss man weglaufen, um anzukommen», sagte er leise. «Manchmal muss man verlieren, um zu gewinnen.» (Seite 276)


Autor: Gesa Schwartz
Verlag: cbt
Seiten: 592
Erscheinungsdatum: 25.09.2017
ISBN: 978-3-570-16485-3
Gebunden mit Schutzumschlag; 17,99€


Einzelband


Klappentext:

Die sechzehnjährige Anouk verbringt die Ferien in einem kleinen Dorf in der Bretagne. Kurz nach ihrer Ankunft gastiert der Dark Circus in der Nähe: ein geheimnisvoller Zirkus, der im Dorf für seine düsteren und besonderen Vorstellungen bekannt ist. Auch Anouk gerät schnell in seinen Bann und damit in einen Kosmos, den sie kaum für möglich hielt: Eine magische Welt öffnet sich vor ihr, in der sie den mysteriösen Zauberer Rhasgar kennenlernt. Doch der Dark Circus birgt mehr, als Anouk ahnt. Bald schon schwebt sie in tödlicher Gefahr und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Denn es gibt keine Regeln im Dark Circus bis auf eine: Nichts ist, wie es scheint ...